Warum SafeGrow heute so aussieht, wie es aussieht

Wenn du diese Zeilen liest, ist dir vielleicht aufgefallen, dass SafeGrow anders ist als viele andere Webseiten.

Warum SafeGrow heute so aussieht, wie es aussieht
Dein Garten

Wenn du diese Zeilen liest, ist dir vielleicht aufgefallen, dass SafeGrow anders ist als viele andere Webseiten. Auf der Startseite erwartet dich keine klassische Produktpräsentation mit Funktionen, Preisen und Werbeversprechen. Stattdessen findest du Artikel, Geschichten und Erfahrungen aus unserem Alltag. Das ist kein Zufall – sondern eine bewusste Entscheidung.

Als ich 2024 mit ZwergenWeedGarten angefangen habe, hatte ich keinen Businessplan. Ich wollte einfach meine Cannabonsais zeigen, meinen Grow dokumentieren und mich mit anderen austauschen. Daraus entstand eine kleine Community auf YouTube. Jeden Sonntag um 10 Uhr trafen wir uns zur Cannabonsai Church. Die Community wuchs auf über 1.550 Abonnenten, stellte Fragen, zeigte eigene Pflanzen und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil meines Alltags.

Dann kam der Tag, an dem YouTube den Kanal ohne nachvollziehbare Begründung löschte. Jahre an Arbeit, Kommentare, Erinnerungen und eine gewachsene Community waren von einem Moment auf den anderen verschwunden. Dieser Schock hat meine Sicht auf das Internet grundlegend verändert.

Zum Glück war nicht alles verloren. Ich hatte meine Videos parallel auf PeerTube veröffentlicht, unsere Community nutzte bereits Matrix und wir konnten die Livestreams über Owncast fortsetzen. Genau in diesem Moment wurde mir klar, dass das eigentliche Problem nie die Plattform war. Das Problem war die Abhängigkeit von ihr.

Viele Menschen denken beim Homegrow zuerst an Erde, Licht, Dünger und Pflanzen. Ich denke heute zuerst an Daten. Denn lange bevor der erste Samen keimt, beginnt bereits die digitale Reise. Wir recherchieren Sorten, vergleichen Samenbanken, nutzen Suchmaschinen, speichern Fotos, machen Notizen, schreiben Nachrichten, dokumentieren Messwerte und veröffentlichen irgendwann vielleicht sogar Videos. Bei jedem dieser Schritte entstehen Daten. Die Frage ist nur: Wem gehören sie eigentlich?

Genau daraus entstand die Idee des digitalen Gartens. Für mich besteht ein Grow heute nicht mehr nur aus Pflanzen. Er besteht auch aus Fotos, Videos, Klimadaten, Düngeplänen, Notizen, Gesprächen mit der Community und den Erfahrungen, die man über Monate sammelt. All das gehört zusammen. Und all das sollte unter der eigenen Kontrolle bleiben.

Aus dieser Überzeugung ist SafeGrow entstanden. Nicht als Startup-Idee und nicht, weil ich unbedingt eine weitere Grow-App entwickeln wollte. SafeGrow ist die Infrastruktur, die ich mir selbst gewünscht hätte, als mein YouTube-Kanal verschwand. Ein Ort, an dem Dokumentation, Kommunikation und Community zusammenkommen, ohne von den Entscheidungen großer Plattformen abhängig zu sein.

Deshalb sieht unsere Website heute auch anders aus. Wir möchten keine klassische Produktseite sein. Wir möchten zeigen, wie wir selbst arbeiten. Jeder Artikel, den du hier liest, entsteht aus dem, was wir ohnehin tun. Wir dokumentieren unseren Grow, testen Werkzeuge, hinterfragen digitale Gewohnheiten und teilen unsere Erfahrungen. Wir glauben, dass Vertrauen nicht durch Werbetexte entsteht, sondern dadurch, dass Menschen nachvollziehen können, warum wir etwas tun.

Der Satz „Document, don't create“ beschreibt unsere Arbeitsweise ziemlich gut. Wir setzen uns nicht hin und überlegen, welchen Content wir produzieren müssen. Wir dokumentieren einfach das, was ohnehin passiert. Wenn wir Pflanzen umtopfen, entsteht daraus vielleicht ein Blogartikel. Wenn wir einen Grow-Vlog aufnehmen, wird daraus gleichzeitig ein Video, ein Livestream und ein Gespräch in der Community. Wenn wir unsere Dokumentation verbessern, fließt diese Erfahrung in die GrowCloud ein. Alles hängt miteinander zusammen.

Vielleicht fällt dir deshalb auch auf, dass GrowCloud auf unserer Website nicht im Mittelpunkt steht. Das ist Absicht. GrowCloud ist für uns kein Selbstzweck und keine Software, die um jeden Preis verkauft werden soll. Sie ist die Antwort auf Fragen, die wir uns selbst gestellt haben. Wie dokumentiere ich meinen Grow langfristig? Wie sichere ich meine Daten? Wie verhindere ich, dass Fotos, Videos oder Notizen plötzlich verschwinden? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, wird GrowCloud interessant.

In Zukunft möchten wir SafeGrow deshalb nicht nur als Plattform weiterentwickeln, sondern als fortlaufendes Logbuch. Hier werden wir über unsere Pflanzen schreiben, über Technik, Datenschutz, Livestreams, Fehler, Erfolge und alles, was zum digitalen Alltag eines Homegrowers dazugehört. Nicht perfekt inszeniert, sondern ehrlich dokumentiert.

Cannabis war für uns der Ausgangspunkt. Das eigentliche Thema ist jedoch viel größer. Es geht um digitale Selbstbestimmung. Es geht darum, selbst zu entscheiden, wo die eigenen Daten liegen, wie die Community kommuniziert und wem die eigenen Inhalte gehören.

Genau deshalb lautet unser Motto:

Dein Garten. Deine Daten. Deine Regeln.

Willkommen im digitalen Garten. 🌱

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